Zur Diskussion über die Care-Revolution

Gabriele Winker: Soziale Reproduktion in der Krise – Care-Revolution als Perspektive, 2011

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Die Frauen und der Umsturz der Gesellschaft (Mariarosa Dalla Costa)

Mariarosa Dalla Costa: Die Frauen und der Umsturz der Gesellschaft, 1972

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Queer und Materialistisch

QUEER UND MATERIALISTISCH. AKTUELLE FEMINISTISCHE
DEBATTEN IM ANSCHLUSS AN DIE KRITISCHE THEORIE

die feministischen philosoph_innen im Gespräch mit Eva von Redecker

9.7.2014 18-20 Uhr c.t. 1G.191

Die Kritische Theorie lässt sich als eine dynamische Tradition beschreiben, in der ein linkshegelianisch-marxistisches Forschungsprogramm u.a. durch die Öffnung auf empirische Sozialforschung und psychoanalytische Theoreme aktualisiert wurde. Geschlechter- und Naturverhältnisse, in Ansätzen bereits in den Schriften der „ersten Generation“ thematisiert, stellen derzeit wichtige Brennpunkte emanzipativer Politik dar, bleiben aber im Frankfurter Kanon unterbelichtet. Ließe sich dem durch eine abermalige Öffnung, diesmal hin zu feministischer Arbeit in den Einzelwissenschaften und deren häufig poststrukturalistischen theoretischen Hintergrund begegnen? Sollte Kritische Theoriequeerer werden? Und welches Licht würde so eine Bewegung auf den Revolutionsbegriff werfen, wie er mehr oder weniger prononciert im Hintergrund des Frankfurter Projekts steht?

Dokumentation: A Man for a Day

Die weltweiten Auftritte und Workshops der Gender-Aktivistin Diane Torr sind legendär. Das große Thema der Performance-Künstlerin seit inzwischen über 30 Jahren: das theoretisch-künstlerische und pragmatisch-handfeste Experimentieren mit Aspekten geschlechtlicher Identität. weiter lesen »

“Raw Intellectual Talent” and Academia’s Gender and Race Gaps

“Raw Intellectual Talent” and Academia’s Gender and Race Gaps

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Judith Butler: Körper von Gewicht

Im Wintersemester 2014/15 lesen wir gemeinsam „Körper von Gewicht“. In dem 1993 erschienen Text von Judith Butler führt die Autorin zentrale Thesen aus „Das Unbehagen der Geschlechter“ weiter und reagiert auf die Rezeptionen des „Unbehagens“. Ein spannender Text, der weitere Einblicke in Butlers Analyse der Subjektvierung liefert. Welche Mechanismen führen zur Verwerfung von Körpern? Was bedeutet es, dass Körper materialisiert werden? Warum und welche Körper sind „bodys that matter“?

Wir treffen uns dienstags von 16-18 Uhr im Frauen*raum im PEG.

Under what Conditions is the Concept of Vulnerability Useful for a Feminist Theory?

23. & 24.01. und 30. & 31.01. 2015

Blockseminar: Under what Conditions is the Concept of Vulnerability Useful for a Feminist Theory?

Dozentin: Prof. Dr. Estelle Ferrarese

Die Fragestellung des Seminars – Under what Conditions is the Concept of Vulnerability Useful for a Feminist Theory? – soll ausgehend von den Schriften Emmanuel Lévinas‘ und neueren Anschlüssen an seine Theorie erörtert werden. Das Konzept der Verletzlichkeit ist ein zentraler Bezugspunkt für die Entwicklung seiner Thesen über das Politische zwischen Ethik und Gewalt sowie für seinen Subjektbegriff. Das Subjekt erscheint bei Lévinas als ein endliches Subjekt mit beschränkten Möglichkeiten, welches sich immer und unauflösbar dem Anderen gegenüber sieht. Damit wendet er sich gegen eine Philosophie des souveränen Subjekts, das in seiner Autonomie den Anderen nur von sich ausgehend denken kann und ihm damit Gewalt antut. Die sich für Lévinas hieraus ergebenden Folgerungen haben breiten Anklang in feministischen Rezeptionen gefunden, so nimmt beispielsweise Judith Butler immer wieder Bezug auf Lévinas, um ihre Überlegungen zu verletzbaren Körpern zu diskutieren. Sein Begriff der Verantwortung bietet zudem Anknüpfungspunkte für aktuelle Debatten um den Care-Begriff, in dem es darum geht die Bedingungen der Reproduktion gesellschaftlicher Verhältnisse kritisch zu hinterfragen, um sie neu und anders zu gestalten.

Das Seminar findet in englischer Sprache statt.

Am 5.11. wird es um 16h ein Vorbereitungstreffen im Frauen*raum
PEG (2.G215) geben mit Informationen zum Scheinerwerb.

femphil@riseup.net | www.femphil.uni-frankfurt.de
gefördert vom Institut für Philosophie