Queer und Materialistisch

QUEER UND MATERIALISTISCH. AKTUELLE FEMINISTISCHE
DEBATTEN IM ANSCHLUSS AN DIE KRITISCHE THEORIE

die feministischen philosoph_innen im Gespräch mit Eva von Redecker

9.7.2014 18-20 Uhr c.t. 1G.191

Die Kritische Theorie lässt sich als eine dynamische Tradition beschreiben, in der ein linkshegelianisch-marxistisches Forschungsprogramm u.a. durch die Öffnung auf empirische Sozialforschung und psychoanalytische Theoreme aktualisiert wurde. Geschlechter- und Naturverhältnisse, in Ansätzen bereits in den Schriften der „ersten Generation“ thematisiert, stellen derzeit wichtige Brennpunkte emanzipativer Politik dar, bleiben aber im Frankfurter Kanon unterbelichtet. Ließe sich dem durch eine abermalige Öffnung, diesmal hin zu feministischer Arbeit in den Einzelwissenschaften und deren häufig poststrukturalistischen theoretischen Hintergrund begegnen? Sollte Kritische Theoriequeerer werden? Und welches Licht würde so eine Bewegung auf den Revolutionsbegriff werfen, wie er mehr oder weniger prononciert im Hintergrund des Frankfurter Projekts steht?